Martinskirche Darmstadt

Martinskirche Darmstadt

Die Martinskirche in Darmstadt steht fast im Mittelpunkt des beliebten Martinsviertels, dem es den Namen gab. Direkt am Riegerplatz gelegen ist sie jedem Darmstädter bekannt, zudem benutzen sehr viele Menschen den kleinen Park um die Kirche „zum kurzen Verweilen“ und als Abkürzung.
Der neu gestaltete Andachtsraum ist vom südlichen Seitenschiff der Kirche auch über einen behindertengerechten Aufgang erreichbar. Er ist, außer in den Schulferien, dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Der Wunsch der Gemeinde war, dass der Raum nicht nur zur Andacht, sondern auch bei größeren Gottesdiensten und kirchlichen Feiern als Erweiterung des Kirchraumes genutzt werden kann. Vor einigen Jahren war dafür eine gläserne Trennwand eingebaut worden, die bei Bedarf geöffnet werden kann. Diese vielseitige Nutzung sollte weiterhin möglich sein. Um dem Andachtsraum ein eigenes Gesicht zu geben, das heißt, um ihn atmosphärisch eigenständig entwickeln zu können, war der erste wichtige Entschluss gefasst worden, die Trennwand blickdicht zu schließen. Der zweite entscheidende Entschluss war, dass -um alle Einrichtungsgegenstände aufeinander abgestimmt zu gestalten- die Gegenstände im Raum speziell, für diesen Raum angefertigt werden müssten.
Das zentrale Element des Andachtsraums ist ein dreiteiliges Wandbild, ein Triptychon. Es besteht aus einer mit Composit- und Blattgold gestalteten Mitte und zwei flankierenden handgefilzten textilen Wandbildern in rotorangen Farbnuancen. Es ist das Hauptwerk und zieht den Blick gleichermaßen an wie es durch die Farb- und Materialwahl meditativ, beruhigend wirkt. Das Triptychon ist eine kirchentypische Gemäldeform aus dem Mittelalter, ein Umstand, der hier bewusst gewählt und in moderner Weise umgesetzt wurde.

Gesamtgestaltung: Textilwerkstatt am Elisabethenstift gGmbH Darmstadt, Marie-Luise Frey, Charlotte Gehrig und Marc Hilgenfeld, Johann P. Reuter.