MISSA

2004 – MISSA

 

Zyklus bestehend aus 6 Arbeiten im Format 140 x 140 cm
(im Besitz der Ev. Kirche in Hessen u. Nassau)

KYRIE – GLORIA – CREDO – SANCTUS – BENEDICTUS – AGNUS DEI
Acryl auf Leinwand – je 140 x 140 cm – 2004

„Missa“ – Klang und Abstraktion
Ein Bilderzyklus des Malers Johann P. Reuter in drei Pariser Kirchen. (Katalogauszug Claudia Breinl)

… In drei Pariser Stadtkirchen, der Eglise luthérienne des Billettes, der Eglise réformée de Vincennes und der Eglise catholique Notre Dame de Pentecote wurde im Sommer 2005 der sechsteilige Bildzyklus „ Missa „gezeigt.
Das Projekt konnte verwirklicht werden durch die Kooperation des Institut des Arts Sacrés der Faculté de Théologie et de Sciences Religieuse und des Institut de Musique Liturgique des Institut Catholique de Paris mit dem Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart, Marburg.

Der Maler Johann P. Reuter verfolgt seit Jahrzehnten eine Methode, die auf seiner besonderen Begabung des synästhetischen Wahrnehmens beruht: Musik erweckt in seinem Kopf ein Spiel von Farben und Formen. Es ist ein intuitives Interagieren, das bei Reuter das Wissen um die Konstruktion und die jeweilige musikalische Charakteristik und Tradition der Werke einschließt. Es wäre also falsch, von einem rein spontanen Zugriff zu sprechen. Es liegt oft eine lange Zeit zwischen dem intensiven und wiederholten Hören bestimmter musikalischer Werke und dem Beginn des Malprozesses. Niemals wird begleitend zur Musik gemalt. Das wird deutlich an der systematischen Ordnung und klaren Strukturierung der Bildzyklen. Dem synästhetischen Erleben folgt eine Phase der intellektuellen Auseinandersetzung, die um den Aufbau und die Strukturen einer Komposition weiß und zugleich das subjektive, emotionale Element des Hörerlebnisses und die inneren Farbwelten als Aura einzufangen sucht. …