Der brennende Dornbusch …
… Mose hatte die Not seines Volkes gesehen, hatte sich unbeherrscht in einen Streit eingemischt, jemanden getötet, wurde schuldig und musste fliehen. In der Fremde fand er ein neues Zuhause. Wohin gehörte er wirklich? Das ließ ihn mit seiner Herde über die Steppe hinaus in die Wüste an den Berg Horeb gehen. (Ex 3,1)

Die Wüste – karg, lebensfeindlich und doch faszinierend, Besinnung auf sich selbst; der Ort, an dem nur das Wesentliche zählt.

Die Umsetzung des Themas
Auffallend ist eine schlichte, geradlinige Linienführung und Farbgebung der Objekte: So die Gewandung zur linken und zur rechten Seite und die Gestaltung des Altars. Das Antependium verbindet die Tischplatte aus geschwärztem Eisen mit dem archaisch anmutenden Unterbau.
Ebenso die Form der Buchstaben im Bild und in der Tür: Quadratisch das Feld der ausgesparten Worte. Die Schrift ist einfach und sparsam und lässt hinter der Schlichtheit Kraft, Fülle und Leben erahnen. Die Farbgebung ist unvermischt, rein, klar, ursprünglich und kraftvoll: Gold symbolisiert die Herrlichkeit Gottes, Weiß die Reinheit und das Licht, Rot steht für Feuer, Kraft, Liebe und Hingabe. Das Feuer scheint erstarrt in den flankierenden Feuersäulen – als ob die Zeit angehalten worden sei, dem Zeitenfluss entnommen, Ewigkeit erahnend.

Text: Pfr. Marcus-Stefan Großkopf (auszugsweise einem Faltblatt entnommen)

Gesamtkonzeption des Andachtsraumes: Marie-Luise Frey und Johann P. Reuter
Altarbild: Entwurf und Malerei: Johann P. Reuter
Altar: Entwurf: Johann P. Reuter
Umsetzung: Holzwerkstatt Röllecke, Guntersblum
Filzsäulen: Entwurf: Marie-Luise Frey
Umsetzung: Textilwerkstatt am Elisabethenstift gGmbH, Darmstadt
Altarparament: Entwurf: Marie-Luise Frey
Umsetzung: Textilwerkstatt am Elisabethenstift gGmbH, Darmstadt
Fenster und Faltwand: Entwurf: Marie-Luise Frey
Umsetzung: Reprozentrum Marquardt, Darmstadt
Eingangstür: Entwurf: Johann P. Reuter
Umsetzung: Reprozentrum Marquardt, Darmstadt